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So baust Du Vertrauen im Team auf

Vertrauen im team

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Vertrauen ist die Basis jeder Beziehung – nicht nur im Team

Letzte Woche haben wir uns die Materie der High Performing Teams angeschaut. Ich habe euch erklärt, was es braucht, um ein Team als High Performing Team  zu bezeichnen. 

Vertrauen ist der Grundstein in jeder Beziehung, sei es im Job oder im Privatleben. Dabei bildet die persönliche Glaubwürdigkeit die Grundlage dazu. Vertrauen hat viele Facetten und jeder braucht andere Faktoren, damit wir Vertrauen überhaupt bekommen. 

Die einen haben das Vertrauen einfach in sich, von Natur aus. Da muss keiner groß was dafür tun. Diese Menschen vertrauen anderen Menschen ganz einfach. Dies kann sich aber schnell ändern, wenn mal etwas schief läuft. Bei anderen muss man sich deren Vertrauen hart erarbeiten. 

Da stehen wir auch bereits vor dem Problem. Vielen Teams fehlt es nämlich genau an diesem Vertrauen – Vertrauen bei der Zusammenarbeit. Das Vertrauen, dass jemand seine Arbeit auch wirklich macht oder eben, dass er diese Arbeit jemandem anderen abgibt, aus Angst, er könne sie nicht  korrekt erledigen. 

Aus was besteht Vertrauen überhaupt?

Wenn wir an Vertrauen denken und was es bedeutet, wird schnell klar, dass es viele Dinge umfasst. Wir verwenden das Wort «Vertrauen» um:

  • zu interpretieren, was Menschen sagen 
  • Verhaltensweisen zu beschreiben 
  • zu entscheiden, ob wir uns wohl fühlen, wenn wir Informationen weitergeben 
  • um festzustellen, ob wir das Gefühl haben, dass andere Menschen unsere Interessen im Auge haben

Doch welche Rahmenbedingungen braucht es denn, um Vertrauen in Beziehungen und insbesondere unsere Vertrauenswürdigkeit zu bewerten und zu verbessern? Die Vertrauens-Gleichung „The Trust Equation“ versucht uns genau diese zu erklären und darzustellen.

Die Vertrauens-Gleichung verwendet vier objektive Variablen zur Messung der Vertrauenswürdigkeit. Diese lassen sich am besten wie folgt beschreiben: 

💛 Glaubwürdigkeit 💜 Verlässlichkeit 💛 Intimität 💜 Selbstbezogenheit

1. Glaubwürdigkeit:

Hat mit den Worten zu tun, die wir sprechen. «Ich kann dem, was eine Person sagt, vertrauen; sie ist in diesem Bereich sehr glaubwürdig.» 

Wir haben keinen Zweifel, dass das Gesprochene falsch sein könnte.

2. Verlässlichkeit:

Hat mit den Handlungen zu tun. «Wenn jemand sagt, dass er/sie etwas macht, vertraue ich dieser Person, denn sie ist zuverlässig.»

Wir zweifeln nicht daran, dass er/sie das Versprochene nicht erledigt.

3. Intimität:

Bezieht sich auf die Sicherheit, die wir empfinden, wenn wir jemandem etwas anvertrauen. «Ich kann jemandem meine Informationen anvertrauen; sie hat noch nie mein Vertrauen verletzt, und sie würde mich nie in Verlegenheit bringen.»

Wir sind uns absolut sicher, nicht verletzt oder bloßgestellt  zu werden.

4. Selbstbezogenheit:

Bezieht sich auf den Fokus der Person. Insbesondere geht es darum, ob sich die Person in erster Linie auf sich selbst oder auf die andere Person konzentriert. «Ich kann ihm bei diesem Geschäft nicht trauen – ich glaube, er kümmert sich nicht genug um mich, er konzentriert sich nur darauf, was er davon hat.» Oder noch häufiger: «Ich traue ihm nicht – ich glaube, er ist zu sehr darauf bedacht, wie er dabei aussieht, und passt deshalb nicht wirklich.”

Hier noch ein paar Extra-Tipps,  wie du zu mehr Vertrauen kommst und du dein Vertrauen zu deinen Mitmenschen stärkst:

Vertrauen im team

5  wertvolle Tipps, die für mehr Vertrauen sorgen

Tip #1 – Kommuniziere

Nichts schafft und erhält Vertrauen so sehr, wie regelmäßig offen und ehrlich miteinander zu reden. Offene Kommunikation reduziert Stress im Alltag, sei es zu Hause oder im Büro.

Tip #2 – Bleibe authentisch

Sag, was du meinst, glaubst, fühlst und mach das, was du sagst. Das ist das Grundprinzip der Authentizität.

Tip #3 – Sei ehrlich

Im Job kann man nicht alles sagen. Mancher Leader weiss um Betriebsgeheimnisse, die eben nicht jeder im Betrieb wissen muss. Doch bevor du lügst: Schweige lieber oder sag ganz ehrlich: „Darüber kann ich nicht sprechen – Noch nicht!“

Tip #4 – Geh offen mit Fehlern um

Dieser Punkt wird im Job oft unterschlagen. Gerade Menschen in Management Positionen sollten Vorbilder sein und beweisen, dass Fehler machen, keine Schande ist – daraus aber nichts zu lernen, das ist eine Schande. Ich z.B. mag diese sogenannten “Fuck-Up-Stories”. Dabei erzählt man einander eine selbst erlebte Geschichte, wo man irgendwann mal so richtig in den Mist getreten ist. Zusammen darüber lachen und eben daraus lernen ist dabei der wichtige Aspekt. 

Tip #5 – Lass Dir Zeit

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut – genauso ist es mit dem Vertrauen. Hier eine Liste mit ein paar Verhaltensweisen, welche dein Vertrauen stärken und fördern:

  • Offen sein gegenüber Vorschlägen und abweichenden Meinungen.
  • Ehrlichkeit in Bezug auf eigene Intentionen.  
  • Interesse an den Mitarbeitern/Kollegen und ihren beruflichen wie persönlichen Problemen.  
  • Eine Einladung an die Kollegen, ebenfalls Entscheidungen zu treffen. 
  • Eine offene und angstfreie Gesprächskultur in Meetings.
  • «Sharing is caring!» sei großzügig bei der Weitergabe von Wissen und Kontakten.  
  • Versprechen geben – und diese halten.

Übungen um das Vertrauen im Team zu stärken!

What I need from you (WINFY)

  • Essenzielle Bedürfnisse über Funktionen und Rollen hinweg ans Tageslicht bringen. 
  • Offene Punkte und Probleme werden für alle Beteiligten gleichzeitig sichtbar gemacht. 
  • Der Frust-Level sinkt, da Vorurteile oder Gerüche beseitigt werden. 
  • Vertrauen wird geschaffen, so dass Gruppenmitglieder Verantwortung übernehmen können.

Conversation Café

Ermutigt die Menschen zum Zuhören. Ermutigt sie, die Perspektiven der anderen zu einem tiefgreifenden Thema oder Herausforderung zu hören und zu verstehen. Anstatt alles selbst zu versuchen, zu überzeugen oder zu überreden – und es so zu sehen, wie man es selbst will. 

Troika Consulting

Hilft den Menschen, Einblicke in ihre Probleme zu gewinnen und das Wissen zur Bewältigung dieser Probleme freizusetzen. In schnellen «Konsultationsrunden» bitten Einzelne um Hilfe und erhalten sofort Rat von zwei anderen Personen.

PsychSafety Training

Damit Teams ihre psychologische Sicherheit (wobei Vertrauen Bestandteil ist) gezielt weiterentwickeln können, haben Forscher der ZHAW (ZHAW School of Management and Law,Institut für Innovation und Entrepreneurship) und der BFH (Berner Fachhochschule) ein Trainingsprogramm entwickelt, welches sie unter https://www.psych-safety.org zur Verfügung stellen.

Das Psych Safety Training ist ein komplettes Programm, das von Teams eigenständig angewendet werden kann. In 24 Übungen werden Verhaltensweisen erprobt und eingeübt, die zur psychischen Sicherheit beitragen. Der Zeitaufwand beträgt ~15 Minuten pro Übung. Ich selbst habe tolle Erfahrungen damit gemacht. Menschen rücken näher zueinander.

Möchtest du gerne mehr über die Methoden wissen oder dich und dein Team auf dem Weg zu mehr Vertrauen begleiten lassen? Melde dich bei mir – es würde mich sehr freuen, euer Begleiter zu sein. 

Fazit:

Vertrauen im Team aufzubauen ist kein Ding der Unmöglichkeit. Es bedeutet, miteinander zu lernen und gemeinsam zu wachsen. Vertrauen kommt nicht von heute auf morgen – es braucht Zeit und Geduld. Mit gezielten Übungen sowie einem vertrauenswürdigen Verhalten gelingt es wie von Zauberhand.

Nächste Woche schauen wir uns «Wie du Konflikte im Team effektiv angehen kannst” an! Bis dann darfst du dir gerne weiter Episoden aus meinem Podcast Life in Colour anhören. 

Eure Nadja 💜

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Hallo, ich bin Nadja!

Als zertifizierter Business Coach in den Gebieten Einzel- und Team-Coaching sowie Change-Management und NLP Master Practicioner im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung unterstütze ich Leader dabei, ihre Lebensqualität zu verbessern um ihr volles Potenzial im Business-Alltag zu entfalten und begleite Teams zu High-Performing-Teams.

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